Dienstag, 22. Mai 2012

Filmkritik: Alice im Wunderland


Alice im Wunderland
by Tim Burton (2010)




Tim Burton nimmt sich des Thema´s "Alice im Wunderland" von Lewis Carroll an. Natürlich darf da in der Casting-Liste der Name Johnny Depp nicht fehlen. Und welche Rolle würde besser zu ihm passen, als die des verrückten Hutmachers?!? Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich die Bücher um Alice nie gelesen habe, aber natürlich kennt man den groben Handlungsstrang und die einen oder anderen Charaktere wie die Grinsekatze oder eben den Hutmacher. Jedenfalls ist Johnny Depp einer der Gründe warum ich diesen Film einfach sehen musste. Mit einem Budget von etwa $200 Mio. war der Streifen nicht wirklich sparsam umgesetzt. Dafür hat er auch das 5fache wieder eingespielt, was sicherlich zum Teil dem 3D Boom zuzuschreiben ist.
Denn der Film erschien damals kurz nachdem die Avatar-Welle das Land heimsuchte. Dementsprechend wurde er als 3D-Film angelegt, wennauch normal gefilmt und erst später in 3D überführt. Ich habe ihn allerdings ganz altmodisch in tollem 2D gesehen :-).
 

 


Die nun mittlerweile erwachsen gewordene Alice soll demnächst heiraten. An ihre Abenteuer ihrer Kindheit erinnert sie sich nicht mehr. Lediglich in ihren Träumen erlebt sie einige Ereignisse nach, realisiert aber nicht, dass diese Dinge tatsächlich geschehen sind.
Bei einer Feier wird ihr dann der befürchtete erwartete Antrag gemacht. Da taucht plötzlich wieder das weisse Kaninchen auf, dem sie in seinen Bau folgt und so schließlich wieder im Wunderland landet, in dem sie schon sehnsüchtig erwartet wird. Denn laut einer Prophezeiung soll die Alice von einst zurückkehren und das Wunderland vor der bösen Königin retten.
Alice streitet allerdings ab die "richtige Alice" zu sein. Doch schon bald wird sie erkennen, dass nur sie ihre Freunde im Wunderland retten kann.

Tim Burton steht ja seit eh und jeh für abgedrehte schräge Filme mit dem etwas besonderen Humor. Auch dieser alten Klamotte, die weis Gott wie oft verfilmt und adaptiert wurde schafft er es seinen berühmten Stempel aufzudrücken. Der Film kann mit seiner sowohl düsteren als auch märchenhaften Kulisse und seinen skurillen Charakteren stellenweise durchaus überzeugen. Ein Genuss ist hier vor allem mal wieder Burton´s Adoptiv-Schauspieler Johnny Depp, der nur leider in einem etwas begrenztem Umfang agieren darf und sicherlich auch nicht die Rolle seines Lebens spielt. Aber dennoch dennoch großartig anzusehen, schon allein wegen der Erscheinung.
Aber genau das ist der kritische Punkt dieses Films. Er ist irgendwie eher was für das Auge, man kann sich des Gefühls nicht erwehren, dass mehr Wert auf die Optik als auf alles andere gelegt wurde. Sicherlich ist der Spielraum für die Handlung ein wenig begrenzt. Aber die ganze Zeit plätschert das Ganze einfach nur vor sich hin. Erst ist Alice da, dann dort, und irgendwann im Schloss, bis dann irgendwann das Finale kommt, welches aufgrund der Prophezeiung sowieso schon längst bekannt ist, überraschende Momente? - Fehlanzeige. Außerdem fehlen dem Film doch ein klein wenig mehr Tiefe und Spannungsaufbau, wobei letzterer eigentlich überhaupt nicht vorhanden ist. Da kann der auch sonst solide Cast nicht viel daran ändern. Alice wird hier übrigens vom wohl angehenden Talent Mia Wasikowska verkörpert, die ihre Rolle durchaus annehmbar umsetzt.
Auch die angedachten witzigen Momente kommen nicht so richtig rüber.  Es ist nun eher so, dass man denkt: "Ah, das sollte witzig sein... naja ok." Hätte man das Drehbuch hier und da noch ein wenig überarbeitet, und sich nicht so vom 3D ablenken lassen, wären hier sicherlich noch bessere Wertungen drin gewesen. Die Imdb gibt hier geradeeinmal 6,5 Punkte, die Metacritic 53/100. Trotz allem wie schon erwähnt ein finanziell ziemlich erfolgreicher Film. Und anschauen kann man ihn sich allemal.

Fazit:

Ein skurilles düsteres Märchen unter der Regie von Tim Burton. Warum nicht?! Schön anzusehen, wenn man über die flache gezwungene Handlung hinwegsehen kann. Ich persönlich hatte mir mehr erhofft, kenne aber wie gesagt auch die Bücher nicht. Auf jeden Fall ein kurzweiliger Film der aber ohne großen Überraschungen daherkommt und bis zum grand finale einfach zu vorhersehbar bleibt.



Gesamt:  60/100


Sonntag, 20. Mai 2012

Shogun 2


Let´s make war not love

So jetzt hab ich es endlich mal geschafft, die paar Screenshots aus meinen ersten Spielminuten von Total War: Shogun 2 zu posten. Werd demnächst noch ein paar Bilder von Belagerungskämpfen und so posten. 

Ich bin ja ein absoluter Neuling in Sachen Total War, aber bisher macht das Game einen Heidenspass. Fühlt sich an wie eine Mischung aus den längst vergessenen "Cossacks" und dem rundenbasierten "Civilization", naja zumindest rudimentär :-). Und gerade diese Mischung finde ich ziemlich spannend. Gut - bisher hab ich noch keine wirklichen Schlachterfolge errungen, aber dafür meine Festung schon das ein oder andere Mal verteidigt.

Nun gut, hier sind nun die ersten Bilder, mehr werden folgen.




Mein treuer General ...

... und meine treue Streitmacht



Wir ziehen gen Sonne...

... und vernichten unsere Feinde zu Lande ...

... und auch zu Wasser


Mittwoch, 9. Mai 2012

1. FC Nürnberg vs. Bayer 04 Leverkusen


Ich will den Club doch nur einmal siegen sehen :-(



Tja, über mangelnde Tore konnte ich mich bei diesem Spiel nun wirklich nicht beschweren. Nur ein Sieg war auch beim dritten Anlauf irgendwie nicht drin. Auch war das Spiel weitaus unspektakulärer als es das Ergebnis vermuten lässt.



Saisnonziel fürs nächste Jahr: "Auf gehts Glubberer, schiesst das Kleeblatt zurück in Liga 2!"


Manche können es einfach nicht lassen. DIe Leverkusener kurz vorm Anpfiff

Leno vor seinem Kasten

Der Club kommt über Feulner

Leno geht´s ruhig an

Michael "Capitano" Ballack verlässt die Bundesliga-Bühne

Ein Bild mit Symbolcharakter nach dem 1:4 durch Kießling

Didavi !!!!

Dabei fing doch alles so gut an!!! Mit ein wenig mehr Zielwasser und Glück hätte es schon nach 2 Minuten 1:0 für die Clubberer durch Pinola stehen können.Stattdessen haarsträubende Fehler in der sonst so soliden Abwehrkette. In der Folge das 0:1 für Leverkusen nach nur 6 Minuten durch den Ex-Nürnberger Stefan Kießling. Da half auch alles diskutieren mit dem Schiri über eine Abseitsposition, die wohl auch nur die Nürnberger gesehen haben,  nix. Entsprechend verunsichert waren die Hausherren, was zum wieder Ballverluste vom Feinsten mit sich brachte. Aber auch Pinola hatte seine Chance, nur leider auf der falschen Seite, aber in diesem Fall: zum Glück fehlte auch hier das schon erwähnte Zielwasser.

Leverkusen unternahm nun nicht mehr wirklich viel nach vorn - nun eigentlich gar nichts, der Club stabilisierte sich. Aber aus dem überlegenen Ballbesitz konnte Nürnberg keine wirkliche Torgefahr erzwingen. Lediglich Didavi und Pinola hatten ein paar gute Aktionen.
Die Leverkusener tauchten recht häufig über Schürrle und schnelle Konter vor Schäfer´s Tor auf. Wieviel Platz der Herr Schürrle dabei hatte... soviel Freiheiten wird er wohl sonst nur aus Zeiten in der Jugend kennen, wenn überhaupt. So fiel auch das 0:2 nach eine, schnellen Pass nach vorn. Schürrle braucht nur noch quer legen - Kießling frei und Tor. Da fragte man sich bereits zum zweiten Mal, was denn mit der FCN-Abwehr passiert ist, die sonst so gut wie keine Chancen zuliess. Und an diesem Tage: jeder Schuss ein Treffer!!??  In der ersten Halbzeit sollte dann schon nichts mehr nennenswertes passieren.

Der Beginn der zweiten Hälfte gehörte wieder eindeutig den Nürnbergern. Nur wohin mit dem Ball an der tiefstehenden Leverkusener Abwehr vorbei? Keine Großchancen lange Zeit.
In der 52. Minute dann das Ende einer Fussballer-Karriere - zumindest in der Bundesliga. Michael Ballack wurde etwas überraschend relativ früh ausgewechselt. Das Stadion applaudierte dem ehemaligen Capitano stehend.
Von da an kamen die Clubberer druckvoller nach vorn. Der eingewechselte Bunjaku bediente in der 58. mit einem sehenswerten Pass Mak, der frei vor Leno ebenso sehenswert ins rechte Eck schlenzte. Ein tolles Tor! Nun wurden die Hoffnungen wieder genährt. Der Club mit seiner druckvollsten Phase. Bereits in der 62. die nächste Großchance, doch Bunjaku wiederum frei vorm Tor vertändelte den Ball noch irgendwie - die Großchance!!!
Nach nur 10 Minuten war der Angriffsschwung auch schon wieder vorbei, dabei rettete Leno einmal sehenswert per Flugeinlage.
Das Spiel verflachte danach ein wenig. Die Nürnberger waren dann schon fast überrascht, als die Leverkusener auf einmal mit 3 Mann vor dem Tor auftauchten. Mit einem einzigen Querpass wurde wiederum die gesamte Abwehr ausgehebelt, Schürrle braucht nur noch einschieben: 1:3. Und auch das 1:4 in der 89. Minute fast eine Kopie: mit sensationell viel Freiraum in der gegnerischen Hälfte kommt wiederum ein Querpass auf den völlig alleingelassenen Kießling, der seinen Dreierpack vollendete.


Fazit des Spiels:

Ein paar schöne Tore, welche aber nicht unbedingt das Spiel widerspiegeln. Die Nürnberger Abwehrleistung war an diesem letzten Spieltag einfach nicht wieder zu erkennen. Wenn man gnädig ist, war das eine 5-.
An die Europa League zu glauben, wäre wahrscheinlich ein wenig zu viel des Guten für diese Saison gewesen, aber die Leverkusener Angriffsbemühungen waren für mich auch nicht eines Europa League Teilnehmers würdig. Und die Tore für Leverkusen hätten wohl auch zum Teil noch viele Leute in der 4. Liga und tiefer gemacht.
Die Nürnberger waren zwar durchaus engagiert. Aber es fehlte einfach die Durchschlagskraft. Mit einem Alexander Esswein hätte man das Spiel da vielleicht etwas breiter ziehen können. Dazu muss man sagen, dass die Leverkusen hinten drin sehr gu gestaffelt standen und einfach auf ihre Konter-Chancen gelauert haben. Nicht mehr und nicht weniger. Aber das reichte für 4 Tore gegen die sonst so solide Abwehr der Clubberer.  


Sonntag, 6. Mai 2012

Wise Guys - Nur für dich


Und nocheinmal a capella !

Da ich das letzte Mal die Wise Guys erwähnt habe, ist mir dieses kleine Liedchen eingefallen. Wer kennt die angesprochenen Probleme nicht ;-)) Viel Spass !!!



Donnerstag, 3. Mai 2012

Der ewige Kreis - a capella


Man braucht halt nicht immer Instrumente !!!


Der Youtube-Nutzer DeservingDeath zeigt was man mit seiner Stimme und ein bisschen Videobearbeitung tolles zaubern kann. Im folgenden Video performt er "Der ewige Kreis" aus König der Löwen als a capella - Version. Es lohnt sich auf jeden Fall auch mal auf seinem Kanal zu gehen. Von "System of a Down" über "Wise Guys" bis hin zum Ducktales-Opening ist alles dabei, zudem noch ein paar eigene Songs. 


Dienstag, 24. April 2012

Filmkritik: Rio


Rio
by Blue Sky Studios (2011)




Da ist er also: der erste Animations-Film in der Kritik-Reihe dieses Blogs. Ich hatte schon lange ein Auge auf diesen Film geworfen. Und auf die Gefahr hin, dass die Trailer mal wieder schon die besten Szenen zeigt, wurde der Film trotzdem mal organisiert.
Die Blue Sky Studios bringen für "Rio" schon einiges an Erfahrung mit erfolgreichen Animations-Filmen mit. Immerhin entstammen alle "Ice Age"-Teile aus dieser Schmiede. Filme wie "Horton hört ein Hu!" und "Robots" haben mich dahingegen eher weniger angesprochen.
Wie ich gerade sehe, ist "Rio" mit einem Einspielergebnis von ca. $ 480 Mio. sogar einer der erfolgreichsten Filme 2011. Bei solch geringen Produktionskosten von geradeinmal schlappen $ 90 Mio. ist das schon ganz ordentlich würde ich mal sagen.




Der kleine Baby-Ara Blu gelangt in Rio de Janeiro in die Fänge einer Vogel-Schmuggler-Bande. Diese bringt ihn mit zahlreichen Artgenossen in die USA. Durch Glück entkommt Blu jedoch seinem Schicksal und wird bald daraufhin durch die junge Linda aufgezogen. Zwischen den beiden entwickelt sich über Jahre ein vertrauensvolles Verhältnis und Blu geniesst jeglichen Luxus, den sich ein gefangener Vogel nur wünschen kann.
Eines Tages jedoch kommt der Ornithologe Túlio in die Buchhandlung, welche von Linda betrieben wird. Er bittet sie, Blu zurück nach Brasilien zu bringen, da er das letzte Männchen seiner Art darstellt. Er will versuchen mit dem letzten verbliebenen Weibchen eine neue Population zu gründen. Linda gefällt dieser Gedanke zunächst nicht, willigt letzendlich aber doch ein und so fliegen die beiden Freunde nach Rio de Janeiro. 
Dort lernt Blu seine freiheitsliebende Artgenossin Jewel kennen, der es so gar nicht gefällt eingesperrt zu sein. Es dauert nicht lange, da fallen beide Aras wiederum in die Fänge der Schmuggler, die mit den beiden letzten Blau-Aras ein Vermögen verdienen wollen. Durch Blu´s Geschick können sie entkommen und werden daraufhin durch ganz Rio gejagt. Während dieses Abenteuers kommt Blu seiner Jewel näher, lernt viele neue Freunde kennen und letztendlich auch, was es bedeutet frei zu sein.

Bei dieser Story gibt es laut Wikipedia sogar einige Parallelen zur Realität. Tatsächlich sind die Spix-Aras seit einiger Zeit in der freien Natur ausgestorben und es wird versucht aus Vögeln in Gefangenschaft eine neue Population aufzubauen. Und auch zum Schicksal des Film-Vogels Blu existieren Gemeinsamkeiten zu einem real existierenden Vogel.
Gut die Handlung des Films erfindet nun nicht das Rad neu. Eine hübsche kleine Geschichte, um das Schicksal eines kleinen Aras der ins Land der unendlichen Möglichkeiten kommt und schliesslich mit seiner wahren Natur konfrontiert wird. Eine kleine Liebesgeschichte darf da natürlich auch nicht fehlen, aber dies hält sich zum Glück einiger Maßen in Grenzen. Aber es soll ja schliesslich auch was für die breite Masse geboten werden, nicht wahr?! Und um das Ganze dann noch abzurunden, wird als moralischer Bestandteil noch das Bild der profitgierigen Menschen eingebaut, welche durch ihr Handeln die Natur zerstören. So hätten wir doch eigentlich alles abgedeckt oder? Der Humor bewegt sich dann so im Rahmen des netten Schmunzelns, löst aber auch keine Lachkaskaden aus.
Was mich aber voll und ganz überzeugt hat, war der Soundtrack von "Rio". Dies war tatsächlich einer der Besten die ich je in einem Animationsfilm gesehen habe. Der Titelsong "Real in Rio" wurde zudem sogar für den Oscar 2012 als bester Film-Song nominiert. Leider hat er ja gegen Den Muppets-Song verloren. Aber auch die weiteren Songs sorgen für Samba-Feeling und gute Laune pur! In der deutschen Synchronisation sind dabei Itchy und Mr. Reedo von Culcha Cundela vertreten. Die Optik unterstreicht dabei das schönes Wetter, Urlaubs-, Brasilien-Feeling. Eigentlich soweit wunderschön anzusehen.
Hätte man die Handlung vielleicht noch ein klein wenig ausgebaut, mit einer schöneren und spannenderen Dramaturgie und ein paar Witzchen mehr hier und da, wäre aus dem ohnehin sehr erfolgreichen Film mit einer der besten Animationsfilme der letzten Jahre geworden. So reicht es bei mir leider nur zu einer Wertung die sich zwar über dem Durchschnitt bewegt, aber noch Potential nach oben gehabt hätte.

Fazit:

Ein netter schön anzusehender Animationsfilm, mit einem super Soundtrack, der einfach für gute Laune sorgt. Die mäßige Story dämpft dem Gesamteindruck aber dann dach ein ganzes Stück. Für ein wenig Unterhaltung sorgt dieser Film aber allemal.



Gesamt: 72/100



Montag, 23. April 2012

Filmkritik: Scott Pilgrim


Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt
by Edgar Wright (2010)



"Scott Pilgrim" - ein Film, der mir eigentlich lediglich durch die Aufmachung des Blu Ray - Steelbooks ins Auge gefallen ist. Allerdings ist der Regisseur Edgar Wright kein Unbekannter. Mit "Shaun of the Dead" und "Hot Fuzz" hat dieser sich eigentlich so etwas wie ein kleines Denkmal gebaut. Zwei Spitzen-Filme. Gut diesmal sind Simon Pegg und Nick Frost nicht mit vertreten, aber auch Michael Cera macht so langsam auf sich aufmerksam. Sicherlich sind seine Rollen in "Juno" und in "Year One" die besten Beispiele dafür, was wir von ihm hoffentlich noch erwarten dürfen. Diesmal durfte es also eine Comic-Verfilmung sein, mit ihm in der Hauptrolle des Scott Pilgrim. 




Die Story - genauso abgedreht, wie sie sich im folgenden anhören wird:
Scott ist Bassist der Band Sex-Bob-omb. Als er beginnt ein 17 jähriges Mädchen aus der High-School zu daten, wird er sowohl von den Bandmitgliedern, als auch von seiner Schwester aufgrund des Altersunterschieds eher belächelt. Eines Nachts erscheint ihm allerdings eine Andere in seinen Träumen. Als er Ramona Tags darauf tatsächlich begegnet macht er sie als seine "Traumfrau" fest und will sie näher kennenlernen. Die beiden kommen sich tatsächlich schnell näher  und Scott lädt sie zum Bandcontest ein, an dem er teilnimmt. Spätestens ab diesem Zeitpunkt wird klar, dass der Film alles andere als normal ist.
Während des Auftritts seiner Band wird Scott von Matthew Patel angegriffen. Man erfährt, dass dieser der erste "teuflische Ex-Lover" von Ramona ist und Scott derer 7 besiegen muss, um Ramonas Freund werden zu können. Obwohl man es Scott aufgrund seines Erscheinungsbildes nicht zutraut auch nur ansatzweise so eine Herausforferung zu bewältigen, schlägt dieser sich in bester Computer-Prügler-Manier überraschend gut. Ob Scott am Ende tatsächlich Game Over geht oder sich bis zum Endgegner durschlagen kann, verrate ich hier natürlich nicht. Zudem muss sich Scott darüber im Klaren werden, für welche Frau sein Herz nun wirklich schlägt. 

Na zu viel versprochen? Ich denke nicht. Einer der abgedrehtesten Filme, welche in letzter Zeit so gesehen habe. Bei dieser Umsetzung, bekommt auch der Begriff "Comic-Verfilmung" ganz neue Ausmaße. Man hat tatsächlich das Gefühl als wäre ein Comic gepaart mit einem Classic-Prügler lebendig geworden. Natürlich dürfen dabei auch die aufploppenden Klangwörter wie das "Klingeling" des Telefons nicht fehlen oder die Anzeige, dass man sich eben ein extra Leben verdient hat. Nicht zu vergessen dabei, die Prügler-typische "Continue-Anzeige" - und, und und ...
Die Story trägt zu diesem Comic-Feeling natürlich sein Übriges bei. Nach Realismus und Logik sollte man in diesem Film gar nicht erst anfangen zu suchen. Einfach Hirn mal komplett abschalten, dann funktioniert das auch mit dem Filmvergnügen. Allerdings dabei bitte nicht den Humor verpassen. Denn gerade Michael Cera zeigt wiedereinmal, wie toll er spielen kann. Gerade seine Gesichtsmimik, oder fast besser gesagt die fehlende Gesichtsmimik verleiht dem Humor etwas ganz eigenes - einfach genial.
Der Rest des Casts ist jetzt wohl eher unbekannt, fällt aber weder negativ noch positiv groß auf.
Die Kampf-Szenen sind klasse choreografiert und umgesetzt worden und lassen dazu das Herz eines Beat-´Em-Up-Fans höher schlagen - klasse,klasse,klasse!!!

Fazit:

Ein Muss für alle eingefleischten Comic-Fans. Aber auch für die Normalos wird hier etwas geboten - ob durch den trockenen Humor, die Prügel-Szenen oder einfach durch die total abgedrehte Story. Auch der Soundtrack kann sich durchaus hören lassen. Einen Wiederschau-Faktor hat der Film aber wohl eher nicht. Und wer mit Comics und Videospielen so gar nichts anfangen kann, der sollte diesen Film einfach großzügig ignorieren. 


Gesamt: 79/100



Donnerstag, 12. April 2012

Filmkritik: Kill the Boss

Filmkritik

Kill the Boss
by Seth Gordon (2011)

"Kill the Boss" war einer von meinen "must see"-Streifen des letzten Kino-Jahres. Leider habe ich es nicht geschafft. Aber zum Glück brauchen die Filme heutzutage nicht mehr allzulange bis zu ihrer Veröffentlichung auf den kleinen Silberscheiben. Allein die Besetzung fand ich von vornherein super. Mit Kevin Spacey und Colin Farrell wirken zwei meiner Lieblings-Schauspieler in dieser Komödie mit. Zudem schien der Film mit einem Box office von knapp $ 210 Mio ziemlich erfolgreich zu sein.

 

Der Plot ist insgesamt recht simpel gehalten. Drei Freunde leiden unter den Eigenarten ihrer jeweiligen Vorgesetzten. Nick arbeitet unter Dave Harkem, welcher keine Chance ungenutzt lässt um seinen Angestellten zu zeigen, wer im Laden der Boss ist. Hoffnungen auf eine Beförderung werden ebenso zunichte gemacht, wie vorzeitiger Feierabend. Kurt ist mit seinem Chef eigentlich soweit zufrieden. Leider will es das Schicksal, das dieser Zustand nicht lange anhält. Denn als sein Vorgesetzter plötzlich verstirbt, übernimmt dessen Sohn Bobby den Job. Der ist nur alles andere, nur nicht das, was man unter einem super Chef erwarten würde. Sein liebster Zeitvertreib besteht darin, sich seinen Kopf mit Drogen vollzudröhnen, sich Frauen auf Arbeit einzuladen und seine Mitarbeiter zu diskriminieren.
Und last but not least hätten wir da noch den Zahnarthelfer Dale. Dieser hat eigentlich keine Probleme mit seinem Chef im engeren Sinn. Zum Einen handelt es sich hierbei um eine ChefIN. Zum Anderen ist diese eigentlich ziemlich nett. Diese Nettigkeit führt leider nur soweit, dass sie sich leicht nymphoman veranlagt an Dale heranmacht und ihn damit droht, seiner Freundin zu erzählen, er hätte eine Affäre mit ihr, wenn er nicht wirklich mit ihr schlafe.
Eines Abends kommen alle drei Freunde zum selben Schluss: Ihre Vorgesetzten müssen ein für allemal weg. Was als Gerede bei einem Bier beginnt, entwickelt sich schnell zu einem handfestem Vorhaben - und natürlich muss es wie ein Unfall aussehen ;-)). "Hilfe" bekommen die Amateure dabei von "Motherfuckah" Jones, welcher aus dem Knast entlassen wurde und den Dreien mit Tipps zur Seite steht. Außerdem hat er wirklich eine schöne Geschichte parat, wie er denn zu seinem Spitz-Namen gekommen ist.
Nun ja, das das Unternehmen "Kill the Boss" dann letztendlich doch nicht so einfach ist, wie die drei sich das vorgestellt haben, sollte klar sein.

Endlich, endlich, endlich!!! Endlich mal wieder eine halbwegs anständige Komödie mit guter Besetzung. Die schwarze Komödie um 3 Erwerbstätige, welche durch ihre Vorgesetzten in den Wahnsinn getrieben werden, könnte durchaus vielen aus der Seele sprechen :-). Es ist tatsächlich ein Genuss gerade den Bossen bei der Arbeit zuzusehen. Kevin Spacey kann wiedereinmal zeigen, was für ein tolles A******** er doch spielen kann, oder sagen wir lieber, um dem Plakat zu entsprechen, einen Irren. Aber auch Colin Farrell und Jennifer Aniston scheinen sich in ihren Rollen durchaus wohlzufühlen. Ergänzt wird das Ganze dann noch durch Jason Bateman, Charlie Day und Jason Sudeikis. Auch sie fügen sich wunderbar harmonisch in die Story ein. Natürlich wäre die Handlung noch ausbaufähig gewesen, aber gerade in diesem Film, hat es mich nicht wirklich gestört. Der einfache Plot unterstützt nur den locker gängige Erzählung mit wunderbar eingestreutem Humor, der sich ganz einfach in bestimmten Situationen und auch unerwartet entfaltet, beispielsweise, als die drei einfachmal Koks im Wert von ein paar Tausend Dollar auf den Fussboden verstreuen und versuchen es mit einem Handstaubsauger wieder einzusammeln - grandiose Szene. Dies ist aber bei Weitem nicht die einzige Gute. Der Film überzeugte mich eigentlich durchgehend, es gab sogut wie keine schwachen Momente. Der schwarze Humor um die Pläne von 3 Morden mag zwar nicht jedermanns Sachse sein, aber allen kann man es ja nun auch nicht recht machen. Wer dem nicht ganz so kritisch gegenüber steht, wird mit "Kill the Boss" auf jeden Fall einen amüsanten Filmabend verbringen. Am Besten: Arbeitskollegen einladen und los gehts :-)) !


Fazit:

Super Film, mit tollem Humor und noch besseren Schauspielern. Allein für Kevin Spacey lohnt sich dieser Film. Aber er ist auch für Freunde des etwas anderen Humors bestens geeignet! 
  


Gesamt: 79/100

Dienstag, 3. April 2012

St. Martha

Diese Aufnahme entstand an der St.-Martha Kirche in der Innenstadt von Nürnberg. Die Kirche enstand bereits im 14 Jhd. Ich finde gerade am Abend in ihrer knappen Beleuchtung hat das Ganze etwas sehr Stimmungsvolles an sich.